Musik!
Am Montag, den 22. Dezember, erwartet euch wieder das Musikvergnügen der besonderen Art. Um 20.30 Uhr lädt die Kellerperle zu "Perlen Unplugged". Diesmal auf der Gästeliste: Kleingeldprinzessin Dota Kehr und die "Brothers of Santa Claus". Neben handgemachter Musik erwarten euch interessante Gespräche mit den Künstlern.
Party!
Die besinnliche Zeit im Kreise der Familie naht, doch am Montag, den 22. Dezember, habt ihr die Chance, den Start in die Ferien ausgiebig zu befeiern. Ab 22 Uhr steigt im Zauberberg die große Würzburger Schlagerparty - auch für jüngere Semester ein großer Spaß!
Theater!
Am Dienstag, den 23. Dezember, könnt ihr im Theater Ensemble um 20 Uhr das Stück "Die Nacht der Ölbaume" von Eric-Emmanuel Schmitt erleben - ein bewegendes Kammerspiel des französischen Großmeisters über Ängste, Zweifel und die Strahlkraft der Menschlichkeit.
Den Heiligabend begehen!
Ihr seid an Heiligabend womöglich allein in Würzburg? Kommt doch in der KHG in der Hofstallstraße vorbei. Um 22 Uhr könnt ihr gemeinsam mit anderen Studenten die Christmette feiern und einen schönen wie besinnlichen Abend verbringen.
Montag, 22. Dezember 2014
Sonntag, 21. Dezember 2014
Coming Home For Christmas
Mit der Fähre
ging es von Oslo nach Kiel zurück ins alte Leben. Langsam Abschied nehmen,
vorbei an den kleinen Inseln im Oslofjord. Ein letzter Blick auf mein
liebgewonnenes Oslo. Zeit, meine Erlebnisse und Erfahrungen in Norwegen Revue
passieren zu lassen.
10 Dinge, die ich in und über Norwegen gelernt habe:
1) Ting tar tid –
Gut Ding will Weile haben. Die Norweger lassen sich nicht stressen - weder in
bekannten Fast Food Ketten noch an der Kasse im Supermarkt. Hier ist Geduld
gefragt, eine nicht weit verbreitete deutsche Tugend. In Norwegen profitierte
ich jedoch von der gelasseneren Lebenseinstellung. Denn mit weniger Druck
studiert es sich gleich viel besser!
2) Die Freizeit
effektiv zu nutzen und das am besten in der Natur. Während der erfolgreiche
deutsche Geschäftsführer um 17 Uhr noch in seinem Büro in Deutschland sitzt,
sattelt sich der Norweger für das Wanderwochenende in den Bergen.
3) Norwegen ist
eines der belesensten Länder der Welt. Während meine Kommilitonen und ich uns
in Deutschland über die zahlreichen wissenschaftlichen Artikel beschweren, sitzen
die Norweger bereits Anfang des Semesters fleißig mit der Nase in den Büchern in
der Universitätsbibliothek.
4) I found myself in Grünerløkka! Besonders der alternative Stadtteil Oslos
hat es mir angetan mit seinen zahlreichen Vintage-Boutiquen, gemütlichen
Kaffees, graffitiverzierten Hauswänden und schicken Altbauten. Genauso möchte
ich in Zukunft leben!
5) Mich schnell
an jedem Ort heimisch zu fühlen. Leben heißt Veränderung, sich ständig in neue
Herausforderungen und ungewisse Situationen zu begeben. Denn man(n) und auch Frau
können nicht alles planen und voraussehen. Dinge ergeben sich und jede
Begebenheit hat, aus welchem Grund auch immer, einen Sinn.
6) Jeg snakker
litt norsk – Ich spreche ein bisschen Norwegisch. Eine wirklich schöne Sprache.
Schriftlich lässt sich viel vom Deutschen ableiten und schreiben kann in
wenigen Wochen schnell erlernt werden. Legen die Norweger jedoch mit flottem
Redetempo los, verschmelzen die Worte ineinander, sodass ich nur noch Wortfetzen
verstehe.
7) Sparen für das
Alter? Ja, nach meinem Studium sicherlich. Doch viel wichtiger: Ich möchte etwas
zu erzählen haben. Reisen ist meine Religion, um fremde Kulturen zu entdecken
und das eigene Weltbild auszubauen.
8) Wer an
Norwegen denkt, hat mit Sicherheit Wikinger, blonde Einwohner, Polarlichter und
Kälte im Kopf. Der Gedanke an eine frühzeitige Einführung von flächendeckendem High-Speed
Internet ist wahrscheinlich weniger geläufig. Die skandinavischen Länder als Internetpioniere
verankerten einen einheitlichen Zugang zu schnellem Internet auch als politisches
Ziel.
9) Die Norweger
legen großen Wert auf Gleichberechtigung. In Deutschland waren meine
Professoren überwiegend Männer, in Oslo hingegen Frauen. Zufall? Wahrscheinlich
nicht, denn Frauen und Männer sind deutlich gleichgestellter als in anderen Ländern
Europas. Das hat aber auch seine Nachteile, so ist es nicht nur emanzipiert,
sondern auch gängig, dass Frauen bei einem Date den Verzehr selber zahlen.
10) Auswandern
ist doch eine Option! Während in Deutschland familienpolitisch viel verkehrt
läuft, sorgt der reiche Wohlfahrtsstaat Norwegen für seine Bewohner, insbesondere
mit einer Familienförderung. Ein zwar teureres Leben für Auslandsstudenten,
doch mit einer Festanstellung lässt es sich hier gut leben.
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| Weihnachtsstimmung: Auf der Fähre von Oslo nach Kiel |
Text und Bild: Janina Renk
Freitag, 19. Dezember 2014
Weltraum-Technik, Badeenten und die Kraft der Informatik
Vorlesung am Sonntag? Wer da denkt "Nee Danke!", konnte am
Sonntag, den 14.12. beruhigt sein – mit einer normalen Vorlesung hatte der
heitere Weinvortrag im Stückfasskeller der Residenz nur wenig gemein. Bei stimmungsvollem
Kerzenschein und modrigem Kellerduft, fränkischem Graubrot und Wein durften
die interessierten Zuhörer inmitten von Weinfässern den Ausführungen von Herrn
Prof. Klaus Schilling lauschen und ihm auf eine Reise ins Weltall folgen.
Prof. Klaus Schilling, Inhaber des Lehrstuhls Informatik VII für Robotik und Telematik, ist seit rund 25 Jahren mit dem Projekt um die Raumsonde Rosetta verbunden. Anhand zahlreicher Aufnahmen brachte er den weltraumneugierigen Zuhörern auf anschauliche Art und Weise den Ablauf und die Ziele dieser Mission näher; samt den Stolperfallen, die die Weltraumtechnik bis dahin zu umschiffen hatte.
Seit 2004 ist Rosetta nun im All unterwegs und hat auf ihrer Reise mit einigen Himmelskörpern wie den Asteroiden Šteins und Lutetia Bekanntschaft gemacht. Im August 2014 näherte sie sich dann ihrem eigentlichen Ziel, dem Kometen mit dem klingenden Namen 67P/Tschurjumov-Gerassimenko, Spitzname Tschuri, an. Am 12. November war es schließlich so weit – Rosetta trennte sich von ihrem Lander Philae, der nach siebenstündigem Flug durch das Nichts auf einer zuvor berechneten Stelle landen und sich auf seinen drei Beinen stehend mithilfe von Harpunen und Eisschrauben im Kometen verankern sollte. Sollte – denn nach seinem ersten Kontakt mit 67P/Tschurjumov-Gerassimenko an der angepeilten Stelle prallte Philae wieder ab, anstatt sich an Ort und Stelle in den Kometen hineinzukrallen. Es stellte sich heraus, dass die Anpress-Rückstoßgasdüse nicht funktioniert hatte und die Harpunen nicht ausgefahren wurden. Nach dem ersten Aufprall, bei dem Philae etwa 1000 Meter zurück ins All geschleudert wurde, kam der Lander an einem zweiten Ort fern des geplanten Landeplatzes zum Stehen. Diesmal standen jedoch nur zwei seiner Beine auf dem Boden, das dritte ragte in die Luft. Nach einem weiteren Satz von circa 20 Metern Höhe kam er schließlich – alle guten Dinge sind drei – an einer dritten Stelle, etwa einen Kilometer von der ursprünglich ausgewählten Landestelle entfernt, endgültig zum Stehen.
Philae befindet sich nun unmittelbar neben einem riesigen Felsen – um
Haaresbreite hätte der Lander an dem zerklüffteten Gesteinsbrocken zerschellen
können, womit die Mission vereitelt gewesen wäre. Somit endete das Bangen um
das zugegebenermaßen ziemlich suboptimal verlaufene Landemanöver mit Erleichterung
und Begeisterung bei den Wissenschaftlern. Auch Prof. Schilling hielt seinen
Enthusiasmus nicht hinterm Berg: Durch die drei Landungen konnten Bilder und
Materialproben von drei verschiedenen Stellen gewonnen werden, die nun
ausgewertet werden können. Durch die Rosetta-Mission ist nun schon einiges über
Tschuri bekannt geworden: Der Komet, der die nette Form einer Quietscheente für
die Badewanne hat, ist nicht gerade der allergemütlichste Ort, den man sich
vorstellen kann. Es herrschen dort frostige Temperaturen um -70°C mit Höchsttemperaturen
von bis zu -50°C, außerdem verströmt Tschuri einen schwefligen Duft nach
verfaulten Eiern. Dafür würde man sich auf Tschuri schön leicht fühlen, denn die
Gravitationsbeschleunigung beträgt nur
1/100.000 der Erdbeschleunigung. Wir würden auf Tschuri also noch nicht
mal mehr ein Gramm wiegen.
Wenn manchem physikalisch weniger bewanderten Zuhörer auch Rosettas verschlungene Flugbahn, die durch komplizierteste Berechnungen unter Berücksichtigung der Lage der Erde und des Kometen im Gravitationspotential der Sonne ermittelt wurde (aber zugegebenermaßen eher an den schlingernden Heimweg eines Partygängers nach einer durchzechten Nacht erinnert), schleierhaft blieben, so gelang es Herrn Prof. Schilling auf ganzer Linie, dem Publikum die Faszination der Raumfahrt auf lebendige Weise näher zu bringen, die Zuhörer mitzureißen, sie in Staunen zu versetzen und zum Lachen zu bringen.
Doch so groß die Verdienste von Technik und Informatik auf dem Gebiet der Raumfahrt auch sein mögen – während des Vortrags versagten zur großen Überraschung des Informatikprofessors neben dem Mikrofon auch eine Animation sowie ein Filmchen. Wie die „Glück im Unglück“-Landung von Philae zeigte – manchmal ist eben neben der reinen Technik auch ein Quäntchen Glück von Nöten. Die technischen Pannen während des Vortrags nahm das weinsüffelnde Publikum mit Humor – und die Studenten fühlten sich zumindest in diesem Punkt an eine ganz gewöhnliche Vorlesung erinnert.
Text: Charlotte Auth
Bild: scienceblogs.de
Prof. Klaus Schilling, Inhaber des Lehrstuhls Informatik VII für Robotik und Telematik, ist seit rund 25 Jahren mit dem Projekt um die Raumsonde Rosetta verbunden. Anhand zahlreicher Aufnahmen brachte er den weltraumneugierigen Zuhörern auf anschauliche Art und Weise den Ablauf und die Ziele dieser Mission näher; samt den Stolperfallen, die die Weltraumtechnik bis dahin zu umschiffen hatte.
Seit 2004 ist Rosetta nun im All unterwegs und hat auf ihrer Reise mit einigen Himmelskörpern wie den Asteroiden Šteins und Lutetia Bekanntschaft gemacht. Im August 2014 näherte sie sich dann ihrem eigentlichen Ziel, dem Kometen mit dem klingenden Namen 67P/Tschurjumov-Gerassimenko, Spitzname Tschuri, an. Am 12. November war es schließlich so weit – Rosetta trennte sich von ihrem Lander Philae, der nach siebenstündigem Flug durch das Nichts auf einer zuvor berechneten Stelle landen und sich auf seinen drei Beinen stehend mithilfe von Harpunen und Eisschrauben im Kometen verankern sollte. Sollte – denn nach seinem ersten Kontakt mit 67P/Tschurjumov-Gerassimenko an der angepeilten Stelle prallte Philae wieder ab, anstatt sich an Ort und Stelle in den Kometen hineinzukrallen. Es stellte sich heraus, dass die Anpress-Rückstoßgasdüse nicht funktioniert hatte und die Harpunen nicht ausgefahren wurden. Nach dem ersten Aufprall, bei dem Philae etwa 1000 Meter zurück ins All geschleudert wurde, kam der Lander an einem zweiten Ort fern des geplanten Landeplatzes zum Stehen. Diesmal standen jedoch nur zwei seiner Beine auf dem Boden, das dritte ragte in die Luft. Nach einem weiteren Satz von circa 20 Metern Höhe kam er schließlich – alle guten Dinge sind drei – an einer dritten Stelle, etwa einen Kilometer von der ursprünglich ausgewählten Landestelle entfernt, endgültig zum Stehen.
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| Kein Ort zum Wohlfühlen: Komet "Tschuri" |
Wenn manchem physikalisch weniger bewanderten Zuhörer auch Rosettas verschlungene Flugbahn, die durch komplizierteste Berechnungen unter Berücksichtigung der Lage der Erde und des Kometen im Gravitationspotential der Sonne ermittelt wurde (aber zugegebenermaßen eher an den schlingernden Heimweg eines Partygängers nach einer durchzechten Nacht erinnert), schleierhaft blieben, so gelang es Herrn Prof. Schilling auf ganzer Linie, dem Publikum die Faszination der Raumfahrt auf lebendige Weise näher zu bringen, die Zuhörer mitzureißen, sie in Staunen zu versetzen und zum Lachen zu bringen.
Doch so groß die Verdienste von Technik und Informatik auf dem Gebiet der Raumfahrt auch sein mögen – während des Vortrags versagten zur großen Überraschung des Informatikprofessors neben dem Mikrofon auch eine Animation sowie ein Filmchen. Wie die „Glück im Unglück“-Landung von Philae zeigte – manchmal ist eben neben der reinen Technik auch ein Quäntchen Glück von Nöten. Die technischen Pannen während des Vortrags nahm das weinsüffelnde Publikum mit Humor – und die Studenten fühlten sich zumindest in diesem Punkt an eine ganz gewöhnliche Vorlesung erinnert.
Text: Charlotte Auth
Bild: scienceblogs.de
Dienstag, 16. Dezember 2014
"Der Zigeunerbaron" am Mainfranken Theater - Rezension und Hintergrundbericht
Von Schweinen und
Husaren
Operetten sind amüsant, wohlklingend und auch schon mal für
einen netten Samstagabend mit den Freunden geeignet. Ganz besonders, wenn im
Dreivierteltakt gesungen wird. Dabei sollte Johann Strauss’ "Zigeunerbaron" eigentlich eine Oper werden – was sich trotz der Umdisponierung noch an einigen
ernsten und teils tragischen Stellen erkennen lässt. Profitiert hat von dieser
ungewöhnlichen Vorgeschichte vor allem der Detailreichtum in der Realisierung
der Szenen. Das Emotionsspektrum der Handlung ist dadurch sehr
abwechslungsreich und mitreisend geworden. Zwischen den Schicksalsmomenten
spinnt sich jedoch eine humorvolle Geschichte um den Erben eines ungarischen
Schatzes, der sich, um Vorteile aus seinem Erbstreit mit dem ortsansässigen
Schweinezüchter zu gewinnen, kurzerhand zum Zigeunerbaron erklärt und um die
Hand von dessen Tochter anhält. Bei allem Hin und Her verliebt er sich
allerdings in eines der Zigeunermädchen und verlobt sich stattdessen mit ihr.
Damit verursacht er viel Wirbel und Unmut – vor allem beim emsigen
Sittenkommissar.
Der auch an den Theatern in Helsinki und Zagreb tätige
Fischer steht als Kostümdirektor und erster Kostümbildner zwanzig Beschäftigten
und zwei Azubis vor. Diese verwandeln seine Vorgaben schließlich in
maßgeschneiderte Kostüme. Das Prinzip Teamgeist ist unerlässlich in dieser
Tätigkeit, denn nur so können innerhalb einer knapp bemessenen Zeitspanne die
aufwendigsten Roben entstehen. Der Theaterbesucher ahnt dabei nicht einmal im
Ansatz, wie viel Arbeit hinter einem einzigen Kleid steckt. "Würde eine
einzelne Person an einem Kleid arbeiten, wäre sie gut und gerne vier Wochen
beschäftigt." Gerade der im Geist des Rokoko gehaltene „Zigeunerbaron“
stellte hohe Ansprüche, schließlich werden alle Bestandteile eines Kostüms, vom
Unterrock zum Überrock bis hin zum spitzenbesetzten Schleier, von Hand
gefertigt. Fischer freut sich jedoch auch darüber, wenn es ihm mal wieder
gelingt, ältere Kostüme aus dem Fundus, seiner „Schatzkammer“, neu zu
kombinieren - und ihnen somit neues Leben zu verleihen auf den Brettern, die
die Welt bedeuten.
Wer Strauss, Walzer und österreich-ungarische Nostalgie mag,
wird diese Operette lieben! Die unterhaltsame Inszenierung Uwe Drechsels und
die beschwingte, musikalische Umsetzung durch das Orchester unter der Leitung
von Sebastian Beckedorf sorgen für einen heiteren Abend, durch den man Lust auf
eine Reise nach Wien bekommt.
![]() |
| Opulentes Operettenvergnügen: "Der Zigeunerbaron" |
Feinste Handarbeit - Made In
Würzburg
Nicht zuletzt sind es die opulenten Kostüme, welche die
Atmosphäre dieser klassischen Inszenierung maßgeblich mittragen. Wir haben einen
Blick hinter die Theaterkulissen gewagt - und dem Kostümbild einen Besuch
abgestattet!
Mit Götz Lanzelot Fischer kann das Mainfranken Theater nicht
nur einen erfahrenen, sondern auch international renommierten Kostümdirektor
aufweisen – und einen Künstler, der das Theater förmlich im Blut hat. „Meine
Mutter war Opernsängerin, ich stand schon als Kind auf der Bühne“, erzählt
Fischer, der sich trotz der unmittelbar bevorstehenden Premiere des
„Zigeunerbarons“ Zeit für ein Gespräch mit „Max & Julius“ genommen hat.
„Schließlich habe ich Kunstgeschichte, Mode- und Kostümdesign studiert.“ Und
das Wissen aus seinem Kunstgeschichtsstudium hat sich als essentiell für seine
jetzige Tätigkeit erwiesen. „Bei jeder neuen Produktion muss ich in eine neue
Thematik und oft auch eine neue Epoche hinein finden“, erklärt er, wie er die
Entwurfszeichnungen für die Kostüme des „Zigeunerbarons“ auf seinem Schreibtisch
ausbreitet. „Ein fundiertes kunst- und kulturgeschichtliches Wissen hilft mir
in diesem Prozess natürlich.“ Auf die Frage, ob er denn noch Zeit hätte, sich
neben dieser intensiven Vorbereitung mit einer Lektüre seiner eigenen Wahl zu befassen, erklärt er nur: „Ich habe
meine Leidenschaft zum Beruf gemacht!“ Die aufwendigen Recherchen empfindet er
stets als persönliche Bereicherung.
| Ein Traum aus Seide - und Ergebnis disziplinierter Teamarbeit |
Text: Carina Peter
& Katharina Stahl
Bilder: Mainfranken Theater; Katharina Stahl
Bilder: Mainfranken Theater; Katharina Stahl
Sonntag, 14. Dezember 2014
Studi- und Kulturticker vom 15. bis 21. Dezember 2014
Helfen!
Viele Leukämie-Patienten sind auf eine Stammzellenspende angewiesen. Ihr könnt aktiv helfen! Am Mittwoch, den 17. Dezember, könnt ihr euch als potentielle Stammzellspender registrieren lassen. Kommt also zwischen 10 bis 15 Uhr ins Obergeschoss der Hubland-Mensa.
Theater!
Noch bis Mittwoch, den 17. Dezember, könnt ihr das neue Stück des KHG-Theaters sehen - jeweils um 20 Uhr. Diesmal inszeniert die studentische Theatergruppe Albert Camus' "Caligula" - das Streben und Scheitern eines idealistischen jungen Mannes, dem plötzlich unbegrenzte Macht verliehen wurde.
Das Mainfranken Theater befasst sich unterdessen mit Tschechow. Dessen "Drei Schwestern" erfahren in den Kammerspielen eine komödiantische, moderne Neuinszenierung unter dem Titel "Villa Dolorosa". Die nächste Vorstellung findet am Samstag, den 20. Dezember, um 20 Uhr statt.
Kino!
Am Donnerstag, den 18. Dezember, zeigt das Central um 18.15 Uhr "Die Wolken von Sils Maria", ein eindrucksvolles Kammerspiel und Psychogramm. Die Schauspielerin Maria begegnet während der Dreharbeiten zu einem Film ihrem jüngeren Selbst in Gestalt der sinnlichen Joanne - worauf nicht nur die Beziehung zu ihrer Assistentin Val, sondern ihr gesamtes Selbstbild in Gefahr gerät. Man darf sich nicht nur auf eine Juliette Binoche in Höchstform freuen - auch der ehemalige "Twilight"-Star Kristen Stewart stellt seine schauspielerische Begabung schließlich eindrucksvoll unter Beweis!
Viele Leukämie-Patienten sind auf eine Stammzellenspende angewiesen. Ihr könnt aktiv helfen! Am Mittwoch, den 17. Dezember, könnt ihr euch als potentielle Stammzellspender registrieren lassen. Kommt also zwischen 10 bis 15 Uhr ins Obergeschoss der Hubland-Mensa.
Theater!
Noch bis Mittwoch, den 17. Dezember, könnt ihr das neue Stück des KHG-Theaters sehen - jeweils um 20 Uhr. Diesmal inszeniert die studentische Theatergruppe Albert Camus' "Caligula" - das Streben und Scheitern eines idealistischen jungen Mannes, dem plötzlich unbegrenzte Macht verliehen wurde.
Das Mainfranken Theater befasst sich unterdessen mit Tschechow. Dessen "Drei Schwestern" erfahren in den Kammerspielen eine komödiantische, moderne Neuinszenierung unter dem Titel "Villa Dolorosa". Die nächste Vorstellung findet am Samstag, den 20. Dezember, um 20 Uhr statt.
Kino!
Am Donnerstag, den 18. Dezember, zeigt das Central um 18.15 Uhr "Die Wolken von Sils Maria", ein eindrucksvolles Kammerspiel und Psychogramm. Die Schauspielerin Maria begegnet während der Dreharbeiten zu einem Film ihrem jüngeren Selbst in Gestalt der sinnlichen Joanne - worauf nicht nur die Beziehung zu ihrer Assistentin Val, sondern ihr gesamtes Selbstbild in Gefahr gerät. Man darf sich nicht nur auf eine Juliette Binoche in Höchstform freuen - auch der ehemalige "Twilight"-Star Kristen Stewart stellt seine schauspielerische Begabung schließlich eindrucksvoll unter Beweis!
Arktis Norwegen – auf der Jagd nach den Polarlichtern
Innerhalb des arktischen Polarkreises liegt die ca.
72 000-Einwohner-Stadt Tromsø in Nordnorwegen. Die nördlichste Universitätsstadt
der Welt ist ein beliebtes Reiseziel für Austauschstudenten, um auf Jagd nach
den Polarlichtern zu gehen. Zu erreichen ist Tromsø per Auto, Flugzeug oder
Schiff, einen Bahnhof gibt es nicht. Ein besonderes Erlebnis ist es, die Inselstadt
mit der Postschifflinie Hurtigruten zu erkunden - entlang der bergigen
Fjordlandschaft.
![]() |
| Die Polarlichter über Tromsø by Gordon Schücker |
Von Ende
November bis Mitte Januar ist in Tromsø quasi dauerhaft Nacht. Zwischen 10 bis
14 Uhr lebt es sich in einer leichten Dämmerung, dies nennt sich dann Tag. Ein
verwirrender Rhythmus, bei dem ich nur schwierig in Schwung und noch weniger
überhaupt aus dem Bett kam. Wohingegen in Nordnorwegen während des Mittsommers
die Sonne nicht untergeht. Wahrscheinlich muss man hier geboren worden sein, um
unter diesen Bedingungen einen Alltag leben zu können.
„Das schönste, was
wir erleben können, ist das Geheimnisvolle“, stellte schon Albert Einstein
fest. Die Polarlichter sind faszinierend und ziehen in den Bann. Neben
geführten Touren unter dem Motto „Chasing the Northern Lights“ können Touristen
an einer geführten Bus- oder sogar Bootstour teilnehmen. Unter nicht
vorteilhaften Wetterkonditionen wie Schnee und Regen mit einem
wolkenbehangenen Himmel ist es Glückssache, die Polarlichter Aurora zu
entdecken.
| Die Inselstadt von oben |
In unserer selbstorganisierten
deutsch-französischen Reisegruppe beschlossen wir, uns erstmal selbst auf die
Jagd zu machen anstatt Minimum 80 Euro in eine Polarlichtertour zu investieren.
Drei Nächte Zeit, um das spektakuläre Ereignis der Natur mit eigenen Augen zu
sehen und am besten noch mit der Kamera zu erfassen. Etliche Internetseiten
oder sogar Handy-Applikationen sagen den Stärkegrad der Polarlichter je Region
hervor und zu welcher Zeit die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, diese zu
entdecken. Samstagabend wanderten wir von unserer gemieteten Hütte auf dem
Campingplatz in Richtung Waldgebiet. Weg von den Lichtern der Stadt in Richtung
totale Dunkelheit. Bei hohem Schnee stampften wir fünf Mädels 1 ½ Stunden auf
dem Waldweg, lediglich im Mondscheinlicht, auf der Suche nach einem Stück
wolkenfreien Himmel.
| Auf der Jagd nach den Polarlichter |
Unterwegs lernten wir unsere Hüttennachbarn kennen,
ebenfalls eine deutsch-französische Erasmusgruppe. Leider tat sich am Himmel
gar nichts. Das hatten wir uns leichter vorgestellt. Als wir die Hoffnung
bereits aufgegeben hatten und uns auf dem Rückweg in unsere warme und
gemütliche Hütte begeben wollten, drehten wir uns noch einmal um. Da waren sie,
die Polarlichter. Ein heller grünlicher Schimmer zog sich über den Himmel, wie
Aladin, der gerade aus seiner Wunderlampe hervorgekrochen kam.
So standen wir dort, mitten im Tal des verschneiten Gebirges, und schrien vor Glück wie am Spieß.
Text: Janina Renk
Bilder: Janina Renk, Gordon Schücker
So standen wir dort, mitten im Tal des verschneiten Gebirges, und schrien vor Glück wie am Spieß.
Text: Janina Renk
Bilder: Janina Renk, Gordon Schücker
Sonntag, 7. Dezember 2014
Studi- und Kulturticker vom 8. bis 14. Dezember 2014
CABARET!
Schon mal was vom „Awesome Christmas Cabaret“ des Instituts für Anglistik und Amerikanistik gehört? Nein?! Bereits im dritten Jahr geben sich die Professoren, Dozenten und Mitarbeiter des Lehrstuhls am Mittwoch, den 10. Dezember in der Kellerperle die Ehre. Ihre Mission? Das Publikum mit diversen Einlagen und Darbietungen erheitern, bezaubern, verzücken, verblüffen, begeistern, entgeistern… in erster Linie: Spaß machen und Spaß haben, frei nach dem Motto „immer bunt, immer witzig, niemals professionell!“. Die 5 Euro Eintritt gehen selbstverständlich nicht in die Taschen eurer Professoren zur Finanzierung ihres Weihnachtsshoppings, sondern zu 100 % an das Dry Lands Project in Sri Lanka. Also nur gute Gründe sich auf ein schräges Vergnügen zu freuen!
Mittwoch, 10. Dezember 2014 in der Kellerperle, Beginn 20.30 Uhr, Einlass ab 20 Uhr, Eintritt 5 Euro.
WEINVORLESUNG!
„ROSETTA: Weltraum-Technik, Badeenten, Weinelemente, der Ursprung des Sonnensystems und die Kraft der Informatik“ – dies ist der bezeichnende Titel einer heiteren Weinvorlesung, die am Sonntag, 14. Dezember in der Hofkellerei stattfindet. Die Raumsonde Rosetta, deren Landung flächendeckend für Aufsehen sorgte, sowie ihre spektakuläre Mission, Informationen über den Kometen 67P zu sammeln, sind das Kernstück des Vortrags. Anhand von Aufnahmen von Rosetta wird Herr Prof. Klaus Schilling, der selbst seit über 25 Jahren eng mit dem Projekt verbunden ist, den Zuhörern diese außergewöhnliche Mission auf unterhaltsame Weise näherbringen. Wer nun Lust bekommen hat, sich mit einem Glas Wein in der Hand auf eine Reise in die Milchstraße zu begeben: der Vortrag findet am Sonntag, den 14. Dezember von 11 bis 12 Uhr im Stückfasskeller des Staatlichen Hofkellers (linkes Tor) statt. Der Eintritt ist frei.
PARTY!
Die Weihnachtszeit ist die stille Zeit – ja, ja, schon klar, aber in den verbleibenden gut zwei Wochen bis zur „Stillen Nacht“ kann die eine oder andere Nacht ruhig nochmal etwas lauter werden. Diejenigen, die das Gehör mal mit etwas anderem als dem alljährlichen inflationären Weihnachtsgedudel aus dem Radio beschallen wollen, können sich am Dienstag, den 9. Dezember ab 21.30 Uhr in den Zauberberg begeben und der frisch aus dem Ei geschlüpften „Fakultät für Humanwissenschaften“ alias ehemalige Phil II eine rauschende Geburtstagsparty bescheren!
Für alle, die bastlerische Ambitionen hegen und die sich von ‚Adventssterne aus Tonpapier ausschneiden‘ gnadenlos unterfordert fühlen, ein kleiner Geheimtipp. Am Dienstag, den 9. Dezember von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr findet im Kulturspeicher unter dem Motto „Mehr als nur Papier – Origami“ eine kurze Führung statt, in deren Anschluss die bastelfreudigen Teilnehmer in der Werkstatt selbst Hand anlegen und verschiedene Falttechniken kennenlernen und ausprobieren können. Wer weiß, vielleicht wertet ein kunstfertiger Papierkranich ja auch das eine oder andere schnöde Verlegenheitsgeschenk auf ;) Der Eintritt kostet 3,50 Euro zzgl. 6,50 Euro für Führung und Material.
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