Mittwoch, 20. November 2013

Eure Poesie

In dieser Rubrik dürft ihr eure Gedichte präsentieren. Schickt uns eure lyrischen Ergüsse unter eurem echten Namen oder einem Pseudonym an redaktion.maxundjulius@googlemail.de. Wir freuen uns auf eure Gedichte. Die besten werden hier im Blog veröffentlicht.



Blasse Buchstaben
- für Anette

Ich höre
Dich
deine
Worte
die
Du
nicht
aussprichst
weil
sie
zwischen
den
Zeilen
stehen
klein
und
laut
und
scheinbar
unscheinbar.

Ich höre
Dich
deine
Wünsche
und
Sorgen
ich
male
sie
aus
mit
leuchtenden
Farben
in
denen
Du
leuchtest
durch
blasse
Buchstaben
hindurch.

Ich höre
Dich
deine
Buchstaben
blass
und
doch
da
wie
helle
Narben
auf
Kinderhaut.

Ich
male
sie
aus.

Mit
dir
und
mir.

  Viktoria Aufmuth 

"Master für Alle!"


Am Dienstag haben bayernweit zahlreiche Studierendenvertretungen zur Demonstration aufgerufen. Auch in Würzburg zog am Nachmittag eine Kolonne aus etwa 120 Teilnehmern unter Sprechchören vom Wittelsbacherplatz zur Neuen Universität. Ihre Forderung: „Master für alle!“
 Vertreter des Sprecher- und Sprecherinnenrates der Universität Würzburg sowie der Regionssekretär des DGB, Norbert Zirnsak, kritisierten in ihren Reden die begrenzte Zahl an Master-Plätzen, die an der Universität Würzburg zur Verfügung stehen – und dass, obwohl der Bachelor-Abschluss noch längst nicht als Zertifikat über eine abgeschlossene Ausbildung anerkannt ist. Unfaire Zulassungskriterien für das Master-Studium würden ebenso wie nicht durchdachte Änderungen der Prüfungsordnungen zu einer Verschärfung dieser kritischen Situation an der Uni Würzburg vor allem in den Wirtschaftswissenschaften und in der Psychologie beitragen. Während sich die Veranstalter der Demonstration bei der Hochschulleitung für deren Unterstützung bedankten, wurde das bayerische Staatsministerium unter Ludwig Spaenle für die von ihm getroffenen Reglemtierungen in einem offenen Brief der Studierendenvertretung kritisiert, dessen genauen Wortlaut ihr unter diesem Link nachlesen könnt: http://www.stuv.uni-wuerzburg.de/neuigkeiten/artikel/offener-br-12/

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Text: Katharina Stahl
Bildquelle: Alexander Bagus (Sprecher/innenrat der Uni Würzburg)

Montag, 18. November 2013

Rezension: "Sunset Boulevard" am Mainfranken Theater

Schwarz-Weiß-Welt auf der Bühne

Mit Andrew Lloyd Webbers Musical-Klassiker „Sunset Boulevard“ bringt das Mainfrankentheater den Hollywoodglamour der späten 40er Jahre nach Würzburg.
Der erfolglose Drehbuchautor Joe Gillies flüchtet vor seinen Gläubigern. Bei einer Verfolgungsfahrt rettet er sich in die Einfahrt eines herabgekommenen Anwesens. Die Besitzerin der Villa ist Norma Desmond, eine Stummfilm-Diva, die ihre beste Zeit schon hinter sich hat und den Sprung zum Tonfilm verpasst hat. Norma und Joe kommen ins Gespräch und die Diva erkennt in dem jungen Drehbuchautor ihre Chance auf eine Rückkehr in die Kinos. Bei der gemeinsamen Arbeit an einem Drehbuch, in der Norma die Hauptrolle übernehmen soll, nähern sich die beiden an. Während Gillies immer abhängiger von Norma und ihrem Reichtum wird, will diese ihn nur noch für sich alleine haben und steigert sich in den Wahn, noch immer eine Größe im Filmgeschäft zu sein. Als Joe ihr endlich die Wahrheit sagt und ihr klar wird, dass sie längst vergessen ist, nimmt die Geschichte ein tragisches Ende.
Ivan Alboresi interpretiert „Sunset Boulevard“ klassisch und unaufgeregt. Das Bühnenbild von Sandra Dehler legt seinen Fokus vor allem auf das Anwesen der Norma Desmond als Hauptkulisse. Die Einrichtung, ganz in schwarz gehalten, zeigt die schwarz-weiße Welt ihrer Stummfilme von Gestern, aus der Norma nicht entkommen kann. Auch die Kleidung der alternden Hollywood-Diva ist in schwarz, weiß und Grautönen gehalten. Feine Details wie die Initialen „ND“ im Treppengeländer und auf den Sofakissen runden das Gesamtbild ab. Unterstützt wird die Szenerie mit immer wieder an die Wand geworfenen Filmszenen, ebenfalls in schwarz-weiß.
Das Ensemble singt und tanzt sich lässig durch Swing-Nummern und die Hauptdarsteller glänzen in emotionalen Balladen mit ausdrucksstarken Stimmen. Alles untermalt von einem opulenten Orchesterklang, der die goldenen Jahre Hollywoods wieder aufleben lässt. Barbara Schöller spielt die Rolle der wahnsinnigen Norma Desmond mit einem überzeugenden Selbstbewusstsein, das den Zuschauer in ihren Bann zieht. Neben ihr strahlt Robert D. Marx in der Rolle des Joe Gillies. In den Nebenrollen ist vor allem Daniel Fiolka hervorzuheben, der als Butler Max mit seiner klaren Gesangsweise brilliert.
Nach „Jesus Christ Superstar“, „Kiss me Kate!“ und „Der Kleine Horrorladen“ bringt das Mainfrankentheater endlich wieder ein Musical auf die Bühne und sorgt so für ein volles Haus.

Weitere Termine:
14:30 Uhr: 31.12.
15:00 Uhr: 16.02./23.02.
19:00 Uhr: 31.12.
19:30 Uhr: 08.11./10.11./15.11./ 27.11./ 30.11./ 03.12./ 19.12./ 05.01./ 08.01./ 10.01./ 25.01./ 02.02./ 08.02./ 02.03./ 09.03./ 02.04./ 10.04./ 13.04./ 20.04.


Text: Beatrice Kennepohl
Bild: Mainfranken Theater Würzburg








Sonntag, 17. November 2013

Studi- und Kulturticker: 18. – 24. November 2013


KINO!

Die Kellerperle entführt euch mit ihrer Filmreihe „Film Noir - Die dunkle Jahreszeit beginnt“ diesmal in das Amerika der 40er Jahre. Humphrey Bogart sieht sich in seiner legendären Rolle als Privatdetektiv Marlowe nicht nur einer undurchsichtigen Intrige höchster Stellen gegenüber, sondern auch der mysteriösen Vivian, gespielt von Lauren Bacall. Wer diesen Klassiker des Kinos in entspannter Atmosphäre erleben will, kann das am Montag um 20 Uhr in der Kellerperle tun.

Das Central zeigt im Zuge der Italienischen Filmtage Klassiker wie Neuheiten aus der Ideenschmiede der italienischen Regisseure aus verschiedenen Genres. Weitere Informationen zum Programm könnt ihr hier finden: central-programmkino.de/veranstaltungsreihe/italienische-filmtage


MUSIK!

Im Omnibus findet am Montag um 21 Uhr wieder die Blue Monday Jazz Session statt, zu der Studierende und Lehrkräfte der Musik-Hochschule laden.

Auch in der KHG könnt ihr nach der Uni musikalische Genüsse erleben: Etwa mit dem Monteverdichor am Montag um 19.30 Uhr oder der Big Band "Chicken Swings" am Dienstag um 19.45 Uhr.

Ganz ähnliche Töne erklingen am Mittwoch um 20.30 in der Posthalle, wo die Band LaBrassBanda aufspielt, die ihren Stil selbst als „Bayerischen Gypsy Brass“ bezeichnet und mit ihrer originellen Mischung aus heißen Rhythmen und bayerischen Texten ganz sicher für gute Laune sorgen wird.


THEATER!

Am Donnerstag um 20 Uhr ist es im Cairo mal wieder Zeit für Improtheater mit den Kaktussen, die den Abend diesmal zusammen mit Vid Sodnik gestalten – und eine wahre Achterbahn aus Dramatik, Humor und erfrischender Spontaneität garantieren.


PARTY!

Wer feiern und nebenbei noch etwas Gutes tun will, dem sei die Party der Fachschaft Pädagogik ans Herz gelegt, die diesen Donnerstag ab 22 Uhr im Tirili steigt und auf der die DJs Andi & Andi dem feierfreudigen Studentenvolk einheizen werden. 1 € des Eintrittspreises wird an die Anlaufstelle Underground, Streetwork Würzburg, gespendet.

Mittwoch, 13. November 2013

Der Bauplan der Freiheit – Vortrag von Anton Pototschnik in der Kellerperle


Vom dunklen Mittelalter bis in die (er-)leuchtende Neuzeit – Anton Pototschnik, Autor und Vorstandsmitglied der humanistischen Organisation „Team Freiheit“,  nahm am vergangenen Sonntag das Publikum der Kellerperle mit auf eine spannende Zeitreise auf den Spuren von Demokratie und Menschenrechten. Auf anschauliche und amüsante Weise lernten die Zuhörer die wichtigsten Etappen auf dem Weg von der starren Ständegesellschaft des Mittelalters, in der Klerus und Adel die Vorherrschaft über den rechtlosen Großteil des Volkes beanspruchten bis zur heutigen demokratisch und liberal geprägten Gesellschaftsform in Europa kennen. Freiheitsrechte, Pluralität, Rechtsstaatlichkeit – sind wir nun am  Gipfel unserer Zivilisation angekommen und können uns entspannt zurücklehnen, um die Früchte eines jahrhundertelangen, von großen Denkern getragenen Befreiungsprozesses zu genießen? Nein, denn so selbstverständlich wie Freiheit für uns ist, ist sie auch heute noch nicht überall: Nur etwa 15% aller Staaten weltweit gelten als „frei“. Die Blasphemiegesetze in Pakistan stehen in Kontrast zu den Werten der Religions- und Meinungsfreiheit, Sharia-Gerichte in England hebeln das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit aus, Staaten treten die Menschenrechte mit Füßen und auch das System vermeintlich vollends demokratisierter europäischer Länder wird durch Korruption hintertrieben. Daher sieht Pototschnik unsere Gesellschaft nicht als bereits verwirklichten Idealzustand an, den es lediglich zu erhalten gilt, sondern betont die Rolle jedes einzelnen Bürgers, in einem ständig fortwährenden Prozess selbstverantwortlich für seine Rechte und Freiheiten einzutreten und dadurch die demokratischen Werte immer wieder aufs Neue zu bekräftigen. Ganz nach dem Motto: „Freedom ist not for free!“.

weitere Informationen: www.teamfreiheit.info


Text: Charlotte Auth 

Literatur in den Häusern Würzburgs

Wollen wir ehrlich sein: In der kalten Jahreszeit gibt es doch nichts Schöneres als eine kuschelig warme Wohnung und ein richtig gutes Buch. Am 29. November um 19.30 Uhr habt ihr die Möglichkeit, dabei auch noch eure Stadt ein wenig besser kennenzulernen. Literaturbegeisterte Würzburger öffnen ihre Häuser, um Lesungen der besonderen Art zu ermöglichen: In intimer Runde tragen Schauspieler des Mainfrankentheaters aus elf Romanen und Erzählbänden vor, die sich alle um das Motto "Von Geld und Götzen" drehen. Karten für 9,50 Euro gibt es an der Kasse des Mainfrankentheaters.


Die Lesungen (29.11. ; 19.30 Uhr):

Yann Martel Schiffbruch mit Tiger
gelesen von Robin Bohn

Ernst-Wilhelm Händler Wenn wir sterben
gelesen von Maria Brendel

Walter Kempowski Haben Sie Hitler gesehen?
gelesen von Timo Ben Schöfer

Lev Nikolajewitsch Tolstoi Der gefälschte Coupon
gelesen von Sven Mattke

Judith Hermann Nichts als Gespenster
gelesen von Theresa Palfi

Jonathan Littell Die Wohlgesinnten
gelesen von Marianne Kittel

Wolfgang Herrndorf In Plüschgewittern
gelesen von Kai Christian Moritz

Sherwood Anderson Winesburg, Ohio
Denis Johnson Jesus’ Sohn

gelesen von Georg Zeies

George Tabori Meine Kämpfe
gelesen von Alexander Hetterle

Frédéric Beigbeder 39,90
gelesen von Claudia Kraus

Don DeLillo Cosmopolis
gelesen von Kai Markus Brecklinghaus


 

Dienstag, 12. November 2013

Schlechte Situation bei Psychologie-Masterplätzen


Die Masterplatz-Situation im Studiengang Psychologie an der Universität Würzburg ist weiter angespannt. Nicht alle, die ihren Bachelor abschließen, haben die Möglichkeit danach auch noch ihren Master zu absolvieren. Ein Kommentar von Marie Theresa Kaufmann.

Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, mir fehlten die Worte...

Wir hatten auf dem Schlachtfeld zwischen Röntgenring und Dom für die Bildung gekämpft. Doch unsere Demonstration um mehr Masterplätze für die Bachelor der Psychologie blieb wenig beachtet, ebenso wie unsere Zukunftswünsche, die sie antrieben. Stattdessen wurden wir mit fadenscheinigen Lösungen abgespeist, die uns unserem eigentlichen Wunsch, den Master zu absolvieren, nicht näher brachten. Ja, Du hast uns verdeutlicht, wie konsequent und geradlinig Du sein kannst!
Deshalb fehlten uns die Worte, als wir es schwarz auf weiß vor uns hatten: Du hast uns keinen einzigen Masterplätze mehr gewährt, den wir brauchen. Aus Gründen, die wir nicht nachvollziehen können, kamst du trotz Stellungnahmen seitens der Uni und der Studenten nicht zu der Einsicht, dass auch Du einmal einen falschen Weg eingeschlagen haben könntest. Zudem wurde der Würzburger Uni sogar der Vorwurf gemacht, nicht ausreichend an die Generationen künftiger Abiturienten zu denken. Schließlich sei bei vielen der Wunsch da, ein Psychologiestudium aufzunehmen und unser Institut würde sich wie ein tyrannischer Türsteher gegenüber den Schulabgängern verhalten. Ganz nach dem Motto: „Du kommst hier nicht rein!“
Denn eine Zunahme an Masterplätzen hätte natürlich zur Folge, dass die Plätze für die Erstsemester gekürzt würden. Eine beiderseitige Zufriedenstellung ist aus Kostengründen leider undenkbar.
Bleibt die Frage, wer ist hier eigentlich der gemeine Security-Mann, der einen nicht auf die coole Party lässt?
Augenscheinlich könnte man der Uni den schwarzen Peter zuschieben, aber halt! Bedenkt man, was eine Zunahme der Erstis und eine gleichzeitige Reduktion der Masterplätze für Folgen haben könnte, stellt man schnell fest, die Party ist gar nicht so cool, wie man meinen könnte, und die Uni sogar ein netter Türsteher, der einem vor dem traurigen Resümee: „Ich hab jetzt zwar meinen Bachelor, aber irgendwie gibt mir keiner Arbeit...“ bewahren möchte. Außerdem hat unser Institut letztlich Mittel für uns Studenten frei gemacht, damit zumindest für dieses Semester alle Betroffenen einen Platz erhielten.
Aber was ist mit Dir? Du lässt viele von uns auf eine Party, die mehr verspricht als sie halten kann.
Nach den Wahlen bleibt die Hoffnung, dass sich Deine Partys wieder lohnen werden.

Deine Studierenden der Psychologie